Zitate

Victor Hugo (frz. Dichter):

„Ein Tag wird kommen, wo alle Nationen dieses Kontinents ohne ihre besonderen Eigenheiten oder ihre ruhmreiche Individualität einzubüßen, sich eng zu einer höheren Gemeinschaft zusammenschließen und die große europäische Bruderschaft begründen werden. Ein Tag wird kommen, wo es keine anderen Schlachtfelder mehr geben wird als die Märkte, die sich dem Handel öffnen, und der Geist, der sich den Ideen öffnet. Ein Tag wird kommen, wo die Kugeln und Bomben durch Stimmzettel ersetzt werden.“

Hugos Euro-Vision stammt aus dem Jahre 1849!

Aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland:

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.”

 

Paul Henry Spaak (belg. Premierminister und einer der Gründerväter der Europäischen Union): „Nur diejenigen können entmutigt werden, die sich einbilden, dass Europa durch ein ,Sesam öffne dich’ oder durch eine riesige Welle des Enthusiasmus geschaffen werden könnte. Nichts dergleichen wird geschehen. Ein organisiertes und vereinigtes Europa wird das Ergebnis langer und mühevoller Anstrengungen sein.“

 

Bernard-Henri Lévy (frz. Philosoph und Publizist):

„Europa, das kann man nicht oft genug wiederholen, ist kein Ort, sondern eine Idee."

 

Václav Havel (tschechischer Schriftsteller und Staatspräsident 1993-2003) :

„Entweder der Westen stabilisiert den Osten, oder der Osten destabilisiert den Westen.”

 

Joschka Fischer (als Bundesaußenminister):

„Die Osterweiterung der EU ist ein notwendiger Bestandteil der deutschen Wiedervereinigung; sie stellt nicht nur einen Akt historischer Gerechtigkeit und für Deutschland einen enormen Zugewinn an Stabilität dar, sondern die europäische Einigungsidee würde substantiell beschädigt werden, wenn die ostmitteleuropäischen Demokratien keine Aufnahme in die Europäische Union finden würden."

Robert Schuman (bereitete als frz. Außenminister den Weg zur Schaffung der Montanunion, der EGKS, vor):

„Europa lässt sich nicht mit einem Schlag herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen. Die Vereinigung der europäischen Nation erfordert, dass der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland ausgelöscht wird. Das begonnene Werk muss zunächst Deutschland und Frankreich erfassen."

Konrad Adenauer (erster Bundeskanzler):

„Deutsche Einheit und europäische Einigung sind wie zwei Seiten derselben Medaille."

Gerhard Schröder (1999 als Bundeskanzler):

„Zehn Jahre nach dem Fall der Mauer, dem Symbol des Kalten Krieges, sind wir heute im Begriff, die letzten Relikte dieser Epoche beiseite zu räumen und die Spaltung des ganzen Kontinentes endgültig zu überwinden. Nach Deutschlands Wiedervereinigung steht gleichsam Europas Wiedervereinigung auf der geschichtlichen Tagesordnung. Dieses Ziel möglichst rasch zu erreichen, liegt in unser aller Interesse und wird von unseren Partnern in der Europäischen Union geteilt. Wir wollen das erweiterte Europa, wir brauchen es, um Frieden, Freiheit, Stabilität und Wohlstand auf unserem Kontinent auf Dauer zu sichern."